Nachwirkungen Narkose – Auf wackligen Knien

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Nachwirkungen Narkose – Müdigkeit & Co. Jeder Patient macht nach einer Knieoperation, Bekanntschaft mit den Nachwirkungen der Narkose und spürt die Folgen der Kreuzbandriss OP. Der Artikel beschreibt die ersten Stunden nach der Kreuzband Operation im Krankenhaus. Vierteilige Artikelserie: Teil 1 – Vor der OP im Krankenhaus und Teil 2 – Aufwachen mit Scherzen nach OP.

Noch heute herrscht in der Bevölkerung eine große Unsicherheit, was Narkosen angeht. Sehr viele Leute glauben, dass eine Vollnarkose mit Nachwirkungen verbunden ist. Das stimmt nur zum Teil. Denn die Anästhesie hat in den letzten Jahren sehr große Fortschritte zum Wohle des Patienten gemacht.

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Nachwirkungen einer Narkose Knie OP

Die Vollnarkose während einer Kreuzbandplastik OP leitet der Anästhesist mit einem starken Schlafmittel ein, das am Arm in die Vene gespritzt wird. Das Schlafmittel ist so stark, dass der Patient innerhalb von Sekunden in einen Tiefschlaf fällt. Die Medikamente lähmen die Muskeln und damit auch den Atemantrieb. Deshalb muss jeder Patient während einer Vollnarkose künstlich beatmet werden.

Bei einer Kreuzband OP wird der Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingeführt. Da hierzu die Muskeln völlig entspannt sein müssen, bekommt der Patient zusätzlich ein muskelentspannendes Medikament. Aufrechterhalten wird die Vollnarkose über die kontinuierliche Zuführung eines Gasgemisches in die Lunge, das aus Sauerstoff (für die Atmung), Lachgas (zur Schmerzausschaltung) und ein schlaferzeugenden Gas besteht.

Über die Zuführung des Gasgemisches in unterschiedlichen Anteilen steuert der Anästhesist die Narkosetiefe und das anschließende Aufwachen.

Sobald die Kreuzbandriss OP beendet ist, stoppt der Narkosearzt die Zufuhr der Gase für die Atmung und zieht noch während des Schlafs den Beatmungsschlauch. Mir ist es einmal passiert, dass ich schon zu wach war, als der Schlauch gezogen wurde. Nicht nett!

Ganz typisch ist nach einer Vollnarkose die Erinnerungslücke, d.h. anders als beim normalen Schlaf hat man das Gefühl, als ob gar keine Zeit vergangen wäre.

Risiko und Narkose Nachwirkungen sind selten

Nachwirkungen Narkose - Nebenwirkungen nach Vollnarkose

Nachwirkungen Narkose – Nebenwirkungen Narkose | Foto: Lupo /pixelio.de

Viele Patienten beunruhigt die Vorstellung, während einer Vollnarkose die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren. Die Angst aus einer Narkose nicht wieder aufzuwachen ist so alt wie die Narkose selbst. Dank der modernen Überwachungstechniken während der OP liegt das Risiko an einer Vollnarkose zu sterben, heute bei 0,008 bis 0,009%. Es ist unwesentlich höher als im wachen Zustand bei einer Teilnarkose. Ein leicht erhöhtes Narkoserisiko haben sehr alte kranke Patienten und Kleinkinder.

Die häufigsten unangenehmen Nachwirkungen einer Narkose sind vorübergehende Übelkeit, und Erbrechen. Sie treten bei etwa 10% der Patienten auf. Bedingt durch den Beatmungsschlauch klagen 10% der Operierten über leichte Heiserkeit. In seltenen Fällen kommt es nach einer Vollnarkose zu Blutdruck – und Herzrhythmusstörungen sowie zu vorübergehenden Verwirrtheitszuständen.

Meine Nachwirkungen Narkose belaufen sich regelmäßig auf: Übelkeit, Kopfschmerzen, Kratzen im Hals. Gegen beides gibt es Medikamente. Als Folge der ungewohnten Beinposition auf dem OP Tisch, habe ich immer auch Schmerzen in der Leistengegend. Die Muskelprobleme vergehen ebenso das Kratzen im Hals. Die Neben- und Nachwirkungen einer Narkose sind das kleinste Problem nach einer Kreuzbandriss OP.

Zurück auf Station nach der Knieoperation

Die Aufenthaltsdauer im Aufwachraum nach einer Kreuzbandriss OP beträgt etwa ein bis zwei Stunden. Es dauert einige Zeit bis die Wirkung der Narkose völlig nachlässt. Deshalb schlummern viele Patienten im Aufwachraum vor sich hin.

Ich bin nach den meisten Vollnarkosen sofort wieder voll ansprechbar und ungewöhnlich wach. Das führt dazu, dass ich Hunger verspüre und darauf dränge auf Normalstation verlegt zu werden. Im Aufwachraum besteht keine Chance auf (Nerven-)Nahrung.

Nach einer Vollnarkose gibt es erst nach Stunden später etwas zu essen. Trinken schon früher in Abhängigkeit vom Wachheitsgrad und Zustand.

Operiertes Bein fühlt sich seltsam an

Zurück im Zimmer wage ich den ersten Blick unter die Bettdecke und sehe mein geschwollenes und dickes Knie an. Aus dem Verband ragen zwei Wundsekret-Schläuche (Drainagen) und das Kniegelenk ist mit einer Knieorthese fixiert.

Das operierte Bein fühlt sich dumpf und schwer an, so als gehöre es nicht zu mir. Schmerzen habe ich aufgrund der Infusionen mit Schmerzmittel zu diesem Zeitpunkt kaum. In Abständen kontrolliert das Pflegepersonal den Blutdruck und Puls. Ich bitte um Kühlelemente für das pochende Knie.

Ich versuche noch etwas zu schlafen. Gelingt mir das nicht, lenke ich mich mit „Zappen“ durch die Fernsehkanäle ab oder führe die ersten Telefonate. Irgendwann kommt ein „leichtes“ Essen. Danach fühle ich mich gestärkt bis die Blase drückt. Der Gang auf die Toilette zögere ich wohlwissend, immer hinaus.

Nachwirkungen Narkose und OP sind heftig beim Aufstehen

Bei einer Teilnarkose muss der Patient mit dem Aufstehen warten, bis das taube Gefühl in den Beinen völlig verschwunden ist. Das kann Stunden dauern, muss aber nicht!

Bei einem stabilen Kreislauf ist ein erstes Aufstehen nach der Vollnarkose jederzeit möglich und sogar gewünscht. Die erste Mobilisation findet immer mit dem Pflegepersonal statt. Aus gutem Grund:

„Langsam den Oberkörper aufrichten!“ mahnt das Pflegepersonal. Spätestens beim Sitzen an der Bettkante rebelliert mein Kreislauf. Das Blut schießt in das operierte Bein; der Schmerz nimmt deutlich zu. Mir wird schlecht und ich möchte nur wieder Liegen. Kracht der Kreislauf endgültig zusammen, starte ich den zweiten Versuch einige Zeit später. Dann klappt es meistens.

Ich humpele mit den Gehstützen und den Drainage im Schlepptau unsicher in das Bad und konzentriere mich darauf, das frisch operierte Bein nur mit der Fußsohle leicht abzurollen.

Die leichten Kreislaufbeschwerden unterdrücke ich, indem ich meinen Blick nach vorne und nicht auf den Boden richte.

Im Bad angekommen, sinke ich erleichtert auf den Hocker und sehe mich zum ersten Mal im Spiegel. Das Gesicht bleich und von den Narkose Nachwirkungen gezeichnet. Nur noch auf die Toilette und etwas Wasser ins Gesicht. Die Schmerzen nehmen mit jeder Bewegung zu. Nur schnell wieder ins Bett. Hoffentlich hält der Kreislauf für den Rückweg durch.

Mehr zu den Narkosenachwirkungen und der ersten Nacht nach der Kreuzbandriss OP im vierten Teil. Weitere Tipps zur Reha im Krankenhaus und nach der Entlassung.

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