Meniskusganglion – Schwellung am Meniskus

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Ein Meniskusganglion ist ein mit Gelenkflüssigkeit bzw. mit einer gallertartigen Masse gefüllte Zyste aus Bindegewebe. Eine Meniskuszyste bildet sich an der Außenseite (Basis) der Menisken (Innen- oder Außenmeniskus). Die Größe des mit Synovialflüssigkeit gefüllten Sacks variiert.

Definition und Ursache von Meniskusganglien

Manchmal ist das Meniskusganglion prall mit einer gelartigen Substand gefüllt und deutlich auch von außen sichtbar. Die Meniskuszyste stülpt sich nach außen bis unter die Haut. Es besteht eine direkte sichtbare (im bildgebenden Verfahren = MRT) Verbindung zum geschädigten Meniskus (Meniskusriss oder Meniskusruptur).

Was ist ein Meniskusganglion?

Ein Meniskusganglion ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die direkt an den Meniskus im Kniegelenk angrenzt. Diese Meniskusganglien gehen häufig vom Außenmeniskus Meniskus aus und sind mit diesem an der Meniskusbasis oder gestielt verbunden. Der Begriff Meniskuszyste wird in der Medizin ebenfalls für das Ganglion verwendet.

Die Meniskuszyste entsteht auf der Grundlage eines Meniskusrisses, wobei sich die Gelenkflüssigkeit an der Meniskusgrenze (Basis) ansammelt. Für die eindeutige Diagnose eines Meniskusganglions sind der Nachweis einer Meniskusruptur und einer direkten Verbindung zwischen dem Riss am Meniskus und der Zyste (gestielt oder breitbasig) wichtig.
Meistens beginnt das Meniskusganglion als kleine Zyste am Meniskus, die sich mit der Zeit über den Rand des geschädigten Meniskus ausdehnt.

Was ist die Ursache für ein Ganglion am Meniskus?

Das Meniskusganglion entwickelt sich in Folge eines Traumas oder einer Verschleißerscheinung am Meniskus. Das ist auch der Grund, weshalb Meniskusganglien vermehrt ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Häufig sind degenerative Veränderungen an den Menisken die Ursache für die Entstehung eines Meniskusganglions. Der Verschleiß am Meniskus ist im Alter keine Seltenheit und bleibt oft bis zur Entstehung einer Meniskuszyste unbemerkt.

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Symptome und Beschwerden einer Meniskuszyste

Die Symptome eines Meniskusganglions ähneln dem eines Meniskusschadens (Meniskusriss oder Verschleiß am Meniskus). Hinzu kommt unter Umständen eine Schwellung an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenks. Die Schwellung ist eher weich und druckempfindlich. Der Füllzustand des Meniskusganglions schwankt, so dass die Meniskuszyste mal voller oder leerer sein kann.

Die betroffenen Patienten klagen über Schmerzen, die lokalisiert über dem Gelenkspalt bei der Streckung und Beugung sowie unter Belastung auftreten. Betroffenen berichten nur selten von den typischen Zeichen eines Meniskusrisses wie z.B. Gelenkschnappen oder Einklemmungen.

Typische Zeichen einer Zyste am Meniskus sind die Schmerzen und die Schwellung durch den Druck im Bereich des Kniegelenkspalts sowie positive Meniskuszeichen (positive Meniskussymptomatik).
Die Meniskus Symptome sind differenzialdiagnostisch von Knorpelschäden, atypischen Gelenkergüssen, Baker-Zysten (Poplitealzysten) abzugrenzen.

Untersuchung und Diagnostik der Meniskusschwellung

Meniskusganglion oder Meniskuszyste

Meniskusganglion oder Meniskuszyste | Foto: knie-marathon.de

Der Facharzt untersucht das Kniegelenk und tastet eine örtlich begrenzte Schwellung an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenks. Die Schwellung im Bereich des Gelenkspaltes, verfügt über eine prall-elastische Konsistenz und ist etwa einen Zentimeter groß. Ein Kniegelenkerguss ist in der Regel nicht nachweisbar.

Verschiedene bildgebende Verfahren stehen für die Diagnose eines Meniskusganglions zur Verfügung:

Röntgen: Das Meniskusganglion ist ein Weichgewebe und im Röntgenbild selber nicht darstellbar. Die Röntgenaufnahme dient zum Ausschluss von weiteren Knieschäden.

Ultraschalluntersuchung: Das Meniskusganglion ist im Ultraschall gut sichtbar. Doch weitere Auskünfte über den Zustand des Meniskus sind mit dem Ultraschallgerät nicht möglich.

Magnetresonanztomographie (MRT): In der MRT-Untersuchung ist das Meniskusganglion in seiner ganzen Ausdehnung darstellbar. Zudem bietet diese Methode neben dem Ganglion am Meniskus, auch die Möglichkeit, weitere Meniskusschäden zu beurteilen.

Behandlung und Therapie eines Meniskusganglions

Konservative Therapie:
Bei Patienten mit wenigen Kniebeschwerden besteht die Möglichkeit einer konservativen Behandlung. Tabletten oder Salben mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Diclofenac helfen vorübergehend gegen die Knieschmerzen. Eine nicht operative Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome.

Besteht der Befund schon länger, sind konservative Maßnahmen in der Regel nicht erfolgreich. Durch Druck auf die Synovialzyste kann versucht werden, die in ihr enthaltene Flüssigkeit in das umgebende Gewebe auszupressen. Erfolgsversprechender ist jedoch eine kontrollierte Punktion mit dem Herausziehen der Flüssigkeit. Beide Möglichkeiten zeigen einen hohen Prozentsatz an Rückfällen, da die Ursache der Zystenbildung am Meniskus nicht behoben wird.

Operative Behandlung:
Über eine Kniearthroskopie (Kniespiegelung, ASK) wird der strak geschädigte Meniskus (Meniskusriss oder Meniskusruptur) behandelt und das Meniskusganglion gleichzeitig mit entfernt. Die (ambulante) Operation dauert in der Regel weniger als 60 Minuten. Die sich anschließende Mobilität hängt vom Ausmaß des Meniskusschadens ab.

Mehr Informationen zum selber Erkennen eines Meniskusschadens und eines Risses am Meniskus.

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