Kreuzband Reha Tipps – Erste Woche nach Kreuzbandriss OP

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Kreuzbandriss Reha 3. bis 7.Tag: Was ist nach der Kreuzband OP wichtig und worauf achten? Die Kreuzbandriss OP ist überstanden. Der Operateur hat sein Möglichstes in der Kreuzband OP getan. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist der Patient auf sich gestellt. Jetzt zählt die richtige Kreuzbandriss Nachbehandlung. Ohne Vorerfahrung mit Kreuzband Operation muss sich der Patient alle Informationen zusammen sammeln. Echt mühsam! Doch es geht auch anders.

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Dieser Überblickartikel beschreibt alles Wichtige kurz nach der Kreuzbandriss OP. Der Beitrag liefert Tipps für den Kreuzbandriss Reha Einsteiger – Einen kompletten und sehr viel detaillierten Einblick in die Nachbehandlung gibt es in den verschiedenen E-Books inkl. individueller Trainingspläne.

Nach einem Kreuzbandriss OP ist die mechanische Stabilität des Kniegelenks wiederhergestellt. Doch stabil ist das Knie damit noch lange nicht. In der ersten Woche nach der Kreuzbandriss OP stehen die Reduktion der Schwellung und die Steigerung der Kniebeweglichkeit im Vordergrund.

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von Rehastart- 24 Stunden nach der Kreuzbandriss OP.

Für ausreichende Nachbehandlung sorgen

Eine optimale Nachbehandlung eines Kreuzbandrisses beinhaltet mehrere Elemente und Beteiligte. Der Patient selber kann mit einfachen aber wirkungsvollen Übungen und Maßnahmen sein operiertes Knie auf einen guten Weg bringen. Diese Eigeninitiative ist notwendig, denn die Behandlung durch erfahrende Physiotherapeuten und Ärzte allein reicht für eine effiziente Kreuzbandriss Reha nicht aus. Selbstmotivation und -verantwortung sind gefragt. Die Anleitungen und Tipps sind auf jede vordere Kreuzbandriss Reha Woche zugeschnitten. Sie orientieren sich an den anerkannten Phasen des Heilungsprozesses nach Kreuzbandriss Operationen.

Vordere Kreuzbandriss Reha-Phasen

Es existieren vier Kreuzbandriss Reha Phasen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Die aufgeführten Reha-Zielsetzungen gelten ausschließlich für eine vordere Kreuzbandriss OP ohne Begleitverletzungen. Bei zusätzlichen Knieverletzungen sind Abweichungen in der Zeitangabe  und Zielsetzung möglich. Grundsätzlich immer dem ärztlichen Rat folgen.

Phase 1: Etwa 1 bis 3 Woche nach der Kreuzbandriss OP

  • Postoperative Schmerzreduktion
  • Förderung der Wundheilung
  • Reduktion der Schwellung
  • Steigerung der Beweglichkeit insbesondere der Streckung
  • Eindämmen des Muskelkraftabbaus

Phase 2: Etwa 3 bis 6 Woche nach der Kreuzbandriss OP

  • Normalisierung der Beweglichkeit (Beugung und Streckung)
  • Stetige Belastungssteigerung bis zur Erreichung der Vollbelastung
  • Wiederherstellung der koordinativen Fähigkeiten
  • Beginn Muskelkraftaufbau im Reha-Training

Phase 3: Etwa 6 bis 12 Woche nach der Kreuzbandriss OP

  • Normalisierung der Alltagsmotorik
  • Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten
  • Stärkung der Muskel- und Ausdauerkraft

Phase 4: Etwa ab der 12 Woche nach der Kreuzbandriss OP

  • Langsame Steigerung der Sportfähigkeit
  • Rückkehr zum aktiven Sport in Abhängigkeit von der Sportart (meist ab dem 6. Monat)
  • Start gezieltes Kreuzbandriss Prophylaxe Training
  • Beginn von „High-Impact-Sportarten“ nach 12. Monaten.

Anfangs liegt in der Ruhe die Kraft

In den ersten zwei bis drei Wochen stehen die Wundheilung, der Rückgang der Schwellung sowie die Steigerung des Bewegungsumfanges auf etwa 90-120 Grad Beugung und das Erreichen der Null-Grad-Streckung im Fokus. Viele Patienten bekommen von ihren Ärzten Anleitungen für die Nachbehandlung „Kreuzbandriss OP“ ausgehändigt. Diese Pläne enthalten neben Angaben über die Belastungssituation des operierten Knies auch Informationen über Trainings- und Sportfähigkeit. Diese Pläne dienen der Orientierung, leider manchmal sehr oberflächlich.

Wichtig: Sich selber nicht unter Druck setzen, nur weil das eigene Knie sich nicht an den Plan des Arztes hält. Jeder Mensch und Heilungsprozess verläuft anders. Das Knie gibt den Takt vor, nicht der Kreuzbandriss Reha-Plan.

Deshalb habe ich in Zusammenarbeit mit Experten mehrere E-Books zur Kreuzbandriss-Reha geschrieben, weil mir zu Beginn meiner Knie-Geschichte der Plan fehlte. Zudem komme ich in den aktuellen E-Books den Anforderungen der Fachwelt nach und kombiniere die kriteriengeleitete Kreuzband-Reha mit den allgemeinen Richtlinien. Das ist neu und macht die Knie-Reha noch eine Spur individueller und damit auch effektiver.

Aller Anfang ist schwer

Eine gut dosierte Kniebewegung fördert die Wundheilung und den Abtransport der Flüssigkeit im Knie. Das Kniegelenk ist „freier“ und dadurch beweglicher. Zur Förderung der Kniebeweglichkeit gibt es verschiedene Übungen, therapeutische Maßnahmen und Hilfsmittel:

  • Narben- und Kniescheibenmobilisation
  • Lösen von Verklebungen im Knie
  • Lymphdrainage und Physiotherapie
  • Kühlen und Hochlagern
  • Isometrische Anspannungsübungen
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Stimulationsgeräte (TENS)
  • Bewegungsschiene.

Wichtig – Bitte nicht einfach ungeprüft nachmachen!

Sämtliche Knieübungen in diesem Beitrag sind ausschließlich für eine isolierte vordere Kreuzbandplastik geeignet. Spezielle und vor allem komplette Nachbehandlungspläne zu Kreuzbandrissen mit Begleitverletzungen oder anderen Knieverletzungen gibt es im Shop. Die vorgestellten Übungen in den verschiedenen Beiträgen sind nur Auszüge und stellen kein ganzheitliches Therapieschema dar.

Reduktion der Schwellung im Knie

Kniescheibenmobilisation nach Kreuzbandriss OP

Kniescheibenmobilisation nach Kreuzbandriss OP | Foto: knie-marathon.de

Das „dicke“ Knie muss abschwellen. Der Rückgang der Schwellung ist ein Zeichen dafür, dass sich die Entzündung im Knie abbaut. Mit abnehmendem Druck im Knie kommt die notwendige Beweglichkeit für den Anfang der Kreuzbandriss Reha zurück.

Im Prinzip ist es einfach: Alles unterlassen, was das Knie stresst. Die Zauberworte heißen: „Ruhe“, „Geduld“ und „Bein hochlagern“. In den ersten Tagen immer, später oft, dann nur noch, wenn das Knie „dick“ ist.

Ab und zu das Knie auf ein größeres Lagerungskissen legen. Das fördert den Blut- und Lymphabfluss, da das Knie auf Herz-Niveau liegt. Ansonsten staut sich leicht Gewebewasser im Kniegelenk oder der Leiste und verzögert die Wundheilung.

Die Leiste am Anfang nicht dauerhaft durch aufrechtes Sitzen auf einem Stuhl „abdrücken“. Lieber öfters die Körperpositionen wechseln. Es bieten sich das Sofa, das Bett; auch mal ein Stuhl oder Sessel an. Dabei immer das Bein hochlagern. Gezielte Bewegungs- und Ruhephasen einlegen.

Sobald das Knie sich stärker „erhitzt“, lieber einen „Gang“ zurückschalten und die Kühl-Kompressen aus dem Eisschrank holen. Beim ersten Kreuzbandriss ist es nicht immer einfach, die Kniebelastung richtig einzuschätzen; die Rückmeldung aus dem Kniegelenk kommt oft zeitverzögert. Zudem „verwässern“ die Medikamente gegen die Schmerzen eine realistische Einschätzung. Damit sind Rückschläge nach einer vorderen Kreuzbandriss OP vorprogrammiert und normal. Nicht entmutigen lassen!

In der ersten Reha-Phase ist neben der Physiotherapie auch eine Lymphdrainage Therapie empfehlenswert. Nicht alle Fachärzte verordnen diese Art der Nachbehandlung automatisch. Unbedingt nachfragen! Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten; außer der Zuzahlung. Wer aufmerksam seinen Physiotherapeuten beobachtet, kann sein Knie auf der Couch ein wenig selber „lymphen“.

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Schmerzen nach Kreuzbandriss OP und Medikamente

Die Einnahme von Schmerzmittel meist mit dem Wirkstoff Diclofenac oder Ibuprofen (falls vom Arzt verordnet) ist auch dann noch zu empfehlen, wenn die Schmerzen bereits stark zurückgegangen sind. Denn diese Medikamente sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika (NSAR).

Grundsätzlich bedeuten Schmerzen für den Körper Stress und dieser verzögert die Wundheilung. Die Schmerzempfindung nach einer Kreuzbandriss OP ist individuell sehr unterschiedlich. Gewöhnlich neben die Schmerzsymptome nach dem Eingriff am Kreuzband ab dem zweiten bis dritten postoperativen Tag ab. Für diese Zeit sind die verordneten Schmerzmittel, nach einen festen Zeitplan, einzunehmen. Von einer Schmerzmedikation nach Bedarf ist abzuraten. Ist der Schmerz erst einmal da, benötigt der Patient eine höhere Dosis, als bei der regelmäßigen Einnahme. Zudem benötigen alle Medikamente gegen die Schmerzen einen gewisse Zeit bis sie wirken. Dieses „Schmerz-Loch“ muss nicht sein. Ergänzend sind weitere Schmerzmittel zur Standardmedikation jederzeit möglich.

Am besten schluckt der Patient die Tabletten mithilfe eines vollen Glases Leitungswasser (kein Mineralwasser) hinunter. Die Flüssigkeit hilft, dass die Tabletten oder Kapseln nicht in der Speiseröhre oder im Magen kleben oder stecken bleiben. Außerdem führt das Wasser dazu, dass sich der Wirkstoff schnell freisetzt. Auf keinen Fall mit Milch „hinunterspülen“. Der hohe Kalziumanteil im Getränk hat den gleichen Effekt, wie die Salze des Mineralwassers und könnte mit den Wirkstoffen ungewollte „Komplexe“ bilden. Hiervon sind vor allem spezielle Antibiotika betroffen, die manchmal nach Knieoperationen notwendig sind.

Viele Schmerzmittel belasten den Magen. Besser vertragen werden diese Schmerzmedikamente in Kombination mit Protonenpumpenhemmer, diese Tabletten hemmen die Magensäureproduktion. Das Medikament wird meistens 1mal am Tag vor dem Essen und das bedeutet 30 Minuten bis eine Stunde vor der nächsten Mahlzeit geschluckt. Inzwischen gibt es auch Kombipräparate, d.h. die Schmerzmittel haben bereits den Magenschutz in der Tablette integriert. Der Grundsatz gilt auch hier: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Ananas-Enzyme wirken abschwellend

Viele Menschen schwören auf das Enzym Bromelain (auch Bromelin) aus dem Stamm der Ananaspflanze zur Hemmung von Entzündungen. Vorsicht, das Enzym wirkt gleichzeitig blutverdünnend und sollte nicht direkt nach Operationen in Kombination mit einem Antithrombosemittel (Thromboseprophylaxe) eingenommen werden, welches ebenfalls blutverdünnend wirkt. Heparin als ein medizinischer Wirkstoff zur Reduzierung des Thromboserisikos verdünnt das Blut auf einem anderen Weg und erhöht das Blutungsrisiko nur unwesentlich. Manchmal finden sich diese Aminosäure der Ananas auch in Nahrungsergänzungsmittel, ergänzende bilanzierte Diäten und diätetische Lebensmittel für Sportler. Die Handelsnamen variieren und die Qualitäten reichen von geringsten Mengen Ananas-Fruchtpulvern bis zu höher dosierten Präparaten.

Knie kühlen ist wichtig aber richtig

Geschwollenes Knie kühlen

Bandage zur Kühlung, geeignet nach Knie-OP – Anzeige | Foto: knie-marathon.de

Nach der Kreuzbandriss OP ist das Knie sichtbar angeschwollen. Diese Schwellungen sind die Folge von inneren Flüssigkeits- und Blutverlust. Durch die wiederholende und gleichmäßige Kühlung lässt sich die Schwellung im Kniegelenk reduzieren. Die Kälte verhindert den weiteren Flüssigkeitsaustritt und damit das Voranschreiten der Entzündung.

Natürlich hat die kühlende Maßnahme auch eine schmerzlindernd Funktion und tut dem Knie einfach nur gut. Ein gleichmäßiges Kühlen funktioniert am besten mit den Kältekompressen aus Gel. Diese passen sich dem Knie an und geben gleichmäßig ihre Kälte an die Hautoberfläche ab. Die Gel-Kompressen oder das Eis niemals direkt auf die Haut legen. Wird zum Kühlen Eis verwendet, muss dies in eine wasserdichte Tüte gepackt werden, um Erfrierungen und damit Hautschäden (Blasenbildung) zu vermeiden.

Das betroffene Kniegelenk sollte maximal 5 bis 10 Minuten lang gekühlt werden. Danach ist eine Pause von mindestens zwei Stunden einzulegen bevor erneut gekühlt wird. Bei zu intensiver Kühlung schützt sich der Körper vor der Kälte und erwärmt die Stelle mit zusätzlichem Blut in der Region. Die Mehrdurchblutung wirkt kontraproduktiv – das Knie wird „dicker“.

Zudem benötigt der Körper die kühlungsfreien Zeiten für die notwendigen „Reparaturmechanismen“ ihm geschädigten Kniegelenk. Die körpereigenen Enzyme benötigen eine optimale Arbeitstemperatur. Sie werden ungern „schock“-gekühlt, noch gerne „überhitzt“. Letztlich ist die Entzündung das Resultat der „Reparaturarbeiten“ des Körpers in Form von Wärme. Im Klartext, zu viel und zu langes Kühlen, verzögert die Heilung anstatt sie zu fördern.

Wundheilung ohne zusätzliches Infektionsrisiko

Die Operationswunden heilen bei jedem Menschen unterschiedlich. Der Heilungsverlauf und damit die Narbenbildung sind vom Alter, dem Ort der Verletzung, der Durchblutung und der individuellen Veranlagung sowie der Pflege abhängig.
Die Hautwunden sind trocken zu halten, solange sie noch nicht verheilt sind. Nicht mit Bindegewebe verschlossene OP Wunden sind ein Infektionsrisiko und mit Vorsicht zu behandeln. Die Fäden werden spätestens neun bis zwölf Tage nach der Kreuzbandriss OP gezogen. Anschließend benötigt der Körper für den vollständigen Wundverschluss noch zwei bis drei Tage. Während der Wundheilungsphase erleichtern beim Waschen und Duschen spezielle Pflaster das Leben. Die wasserdichten Duschpflaster ermöglichen ein Duschen ohne lästiges Abkleben der OP Wunden. Wichtig: Das sind Pflaster zum Duschen und nicht zum Baden. Kein direkter Wasserstrahl auf die betroffenen Stellen.

Grundsätzlich sind alle offenen Operationswunden mit sterilen Pflastern abzudecken. Vor dem Pflasterwechsel die Hände gründlich reinigen oder desinfizieren. Anschließend nicht mehr mit den Gehhilfen zur Couch humpeln, sonst war die Hände-Desinfektion umsonst.

Rauchen beeinflusst Wundheilung im Knie

Allgemein verengt das Rauchen bzw. das in den Zigaretten enthaltende Nikotin die feinen Blutgefäße. Da die Beindurchblutung nach einer Kreuzbandriss OP ohnehin eingeschränkt ist, verschlechtert der Nikotinkonsum den Heilungsprozess. Das Rauchen reduzieren oder vor und nach der Kreuzbandriss OP auf das Rauchen (für zwei bis vier Wochen) ganz verzichten.

Quarkwickel &. Co

Quarkwickel, Cremes und kühlende Salben sind eine enorme Infektionsgefahr auf den offenen Wunden. Erst nach dem vollständigen Wundverschluss haben diese Maßnahmen ihren berechtigten Sinn. Vorher darf nichts auf die „offenen“ Wunden, außer sterile Pflaster. Nachdem die Wunden verschlossen sind, helfen Quarkwickel bei der Reduktion der Schwellung ganz gut.

Narbenpflege und Verklebungen lösen

Die Kreuzbandriss OP verursacht nicht nur äußerlich Naben und Verklebungen. Das Lösen dieser Verklebungen im Inneren ist von großer Bedeutung. Nur so bleibt das Gewebe elastisch und die einzelnen Hautschichten sind verschiebbar. Ansonsten schränken die Verklebungen die spätere Kniebewegung ein.

Physiotherapeuten weisen den Patienten in das Lösen der Verklebungen und Vernarbungen gerne ein. Durch die schonende Narbenmobilisation wird die Selbstregulation der Haut angeregt und die Verklebungen im Knie gelöst. Ein Sonderfall ist die Arthrofibrose (krankhafte Vermehrung von Bindegewebe). Arthrofibrose ist eine Krankheit und von den normalen Verklebung im Kniegelenk abzugrenzen.

Kniescheibe beweglich halten

Patella-Mobilisation nach Kreuzbandriss OP

Patellamobilisation nach Kreuzbandriss OP | Foto: knie-marathon.de

Nach der Entfernung der Blut-Drainagen (Schläuche) zeigen Physiotherapeuten auch Übungen zur passiven Kniescheiben Mobilisation (Patella Mobilisation).

Die freie Beweglichkeit der Kniescheibe ist für die Bewegung im Knie essentiell. Bei unzureichender Patella Mobilisation besteht die Gefahr, dass die Räume neben der Patella verkleben und die Kniescheibe später nicht richtig „läuft“. Auch Streckdefizite im Knie können ihre Ursache, in der mangelnden Beweglichkeit der Kniescheibe haben. Diese Mobilisation der Kniescheibe ist täglich in den drei Wochen durchzuführen.

Kniebeugung steigern mit Bewegungsschiene

Eine Voraussetzung für das flüssige Gehen und die Knie Reha ist die Steigerung des Bewegungsausmaßes. Dafür erhalten alle Patienten eine Bewegungsschiene nach der Kreuzbandriss OP. Sie wird direkt nach Hause geliefert. Für drei Wochen übernehmen alle Krankenversicherungen die Kosten.

Passiv wird das Knie in einer Motorbewegungsschiene durchbeugt. Den Neigungswinkel entsprechend dem Reha-Plan einstellen und das Kniegelenk, dreimal täglich für 30 Minuten, durchbewegen lassen. Das tut gut und entspannt die Muskulatur. Anschließend falls notwendig das Knie kühlen.

Andere Arten von Bewegungsschienen setzen auf eine frühzeitige und schonende Bewegungserfahrung bei dem aktiv die Beinmuskeln eingesetzt werden. Diese Muskelarbeit stabilisiert das Kniegelenk im Frühstadium.

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Sich vernetzen nach einer Kreuzbandriss-OP

Natürlich ist ein Alleingang in der Kreuzband-Reha möglich, aber in der Gruppe ist es definitiv einfacher und macht mehr Spaß. Mir wäre einiges Leid und Fehler erspart geblieben, hätte ich damals eine Gruppe von Gleichgesinnten gehabt.

Eine komplette Zusammenstellung effektiver Knie-Übungen für die ersten sechs Wochen bieten verschiedene E-Books. Dort wird auch zwischen den verschiedenen Begleitverletzungen in der Knie-Reha unterschieden und speziell mit Übungen auf deren Problematik eingegangen. Ein Auszug, wie es in der vorderen Kreuzband-Reha weiter geht – Kreuzbandriss Reha weiter – 5 Übungen.

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